Mikroben machen Depressionen – und Heilung kommt aus dem Darm

Das Buch „Die Wahrheit über weibliche Depression“ beschreibt die Erkenntnisse der Psychiaterin Kelly Brogan zu ganzheitlichen Behandlungswegen jenseits von Psychopharmaka. Der Untertitel „Warum sie nicht im Kopf entsteht und ohne Medikamente heilbar ist“ drückt gut aus, worum es geht: Eine Vielzahl von Ansätzen aus der Naturheilkunde und der „Lebensstilmedizin“ zeigen ein neues Verständnis für das Entstehen und die Heilung von psychischen Erkrankungen, trüben Stimmungen und seelischer Schwere.

Was die Autorin aus ihrer langjährigen Praxiserfahrung als Psychiaterin in USA beschreibt – und mit vielen konkreten Beispielen belegt – entspricht in jeder Hinsicht dem ganzheitlichen Ansatz der Naturheilkunde. Schwerpunkt ihrer Therapie ist der Focus weg vom Kopf und hin zum Körper. Häufige Ursachen von Depressionen sind dementsprechend Entzündungen im Darm, erhöhter Blutzucker und hormonelle Störungen. Daraus lassen sich erfolgreiche Behandlungswege über die Ernährung, die Vermeidung von Umweltgiften und einen gesunden Lebensstil ableiten, die ohne Medikamente zur Heilung von Depressionen führen können.

 

Die Wahrheit über weibliche Depression

Dr. med. Kelly Brogan, Beltz Verlag, Weinheim. 2016.
232 Seiten, Taschenbuch. EUR 18,95.
ISBN 978-3-407-86412-3

 

Anhand von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer ganzheitlichen Deutung der Zusammenhänge entsteht auf 430 Seiten ein völlig neues Bild von Depressionen, das viele bekannte und bewährte naturheilkundliche Prinzipien in ein zeitgemäßes, modernes Licht stellt. Und obwohl der Titel und die praktischen Beispiele im Buch sich auf Frauen beziehen ist das meiste genauso auf Männer anwendbar.

Zum selben Thema hat ZEIT Online aktuell unter dem Titel „Melancholische Mikroben“ zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Mikrobiom veröffentlicht. Als Mikrobiom wird die Gesamtheit aller Darmbakterien bezeichnet, es wird von seiner Funktion her mittlerweile als eigenständiges Organ gewertet. Insofern wird die Wichtigkeit der Aussage „Der Tod sitzt im Darm“, die Hippokrates zugeschrieben wird, erneut bestätigt. „Das Leben aber auch“ lässt sich aufmunternd hinzufügen.

 

 

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