Pioniere haben´s selten leicht

Warum ist es so schwierig für Pioniere, neue Wege zu beschreiten und deren Vorteile zu etablieren? Diese Frage taucht fast in jedem Coaching oder Mentoring mit meinen Klienten auf, die als selbstständige Unternehmer neue Dienstleistungen, Produkte und Prozesse entwickeln, von denen viele Menschen profitieren können. Das Alte und Bekannte ist oft fest verankert im Denken und Handeln, selbst wenn es nachweislich unzählige Nachteile hat, Probleme verursacht und Schäden produziert. Es könnte so einfach sein …

Wer für den nachhaltigen Fortschritt unterwegs ist, hat mit viel Gegenwind zu rechnen. Mitunter durch direkte Angriffe, oft mehr durch subtiles Blockieren, Ausbremsen, Verzögern, Erschweren des Vorankommens in Form von Vorschriften, Bedenken, Ängsten, Dominanzverhalten, etc.. Psychologisch gibt es dafür gute Erklärungen, sowohl auf Personen als auch auf Organisationen bezogen – in der täglichen Praxis nervt es und erfordert neben Mut und Durchhaltevermögen auch agile Strategien, punktgenaues Feedback und die regelmäßige Motivation durch positive Beispiele.

Solche gibt es zum Glück, seit einiger Zeit auch in Form der Zeitschrift enorm (Untertitel – wie wahr: Zukunft fängt bei Dir an). In der aktuellen Ausgabe werden u.a. Pioniere portraitiert, die

  • sich als Besitzer einer Brüterei für das Leben männlicher Küken engagieren
  • innovative Geschäftsmodelle für Unternehmen entwickeln und dabei ihren Idealen treu bleiben
  • sich erlauben, den sozialen und gesellschaftlichen Nutzen moderner „Unternehmer-Helden“ zu hinterfragen
  • als Outdoor-Hersteller die Nachhaltigkeit ihrer Produkte als oberstes Unternehmensziel umsetzen
  • eine regionale Arbeitsagentur von der Mangel-Verwalterin zur Zukunfts-Gestalterin umbauen
  • und einige mehr …

enorm

Viele der Themen in enorm haben mich schon als Jugendlicher beschäftigt (das ist jetzt 35 Jahre her!) und sie sind bis heute nicht gelöst. Aber es gibt immer mehr Menschen, die nicht lockerlassen, zu sich stehen, sich vernetzen, sich entwickeln und damit – jeder auf seine eigene Art und Weise – positive Veränderungen schaffen.

Das ist gut so. Aber reicht es aus? Jeder Beitrag nährt das Feld und jedes Saatkorn trägt in sich das Potenzial zur ganzen Pflanze. Die entsteht scheinbar von selbst, braucht dazu aber Licht, Wasser, Nährstoffe, Wärme und vieles mehr – auch eine Portion Glück trägt oft zum Gelingen bei. In diesem Sinne sind schnelle Erfolge schön, aber nicht die Regel. Und vielleicht trägt die lange Zeit, die es mitunter braucht, um Gutes zu bewirken, dazu bei, dass die Qualität reift und das Ergebnis letztlich umso wertvoller ist, wenn es (endlich) funktioniert.

 

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